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< Aktivismus-Berichte° ~ Direkte Aktionen gegen besonders klimaschädliche Autos |
| primat |
Posted: 2007-07-22 12:40 |
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Joined: 07 Jul 2006
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Quote: SUVs in Grunewald, Steglitz und Charlottenburg lahmgelegt
In der vergangenen Woche haben Klimaschützer während bisher fünf Nächten in Berlin zahlreiche verbrauchsintensive Fahrzeuge lahmgelegt, häufig SUVs oder große Sportwagen. In jedem Fall Fahrzeuge, die durch einen durchschnittlichen Verbrauch von über 10 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern das Klima besonders belasten.
Dazu bedienten sie sich einer simplen, aber effektiven Technik: In die abgeschraubte Ventilkappe vom Reifen wird ein kleiner Kiesel gelegt, diese wird anschließend soweit aufgeschraubt, dass der Lüfterstift vom Ventil durch den Kiesel heruntergedrückt wird und nun langsam die Luft entweichen kann. Nach 10 bis 15 Minuten ist der Reifen platt.
Die Klimaschützer wollen mit ihrem Vorgehen die Mitverantwortung der Autofahrer für den Klimawandel deutlich machen und zu einem verantwortungsbewußten Handeln auffordern. In dem hinterlassenen Flugblatt fordern sie, auf die Nutzung der besonders klimaschädlichen Automodelle zu verzichten und umweltfreundlichere Fortbewegungsmethoden zu wählen.
Eine ähnliche Bewegung gibt es seit etwa zwei Jahren in Frankreich.
quelle: de.indymedia.org |
_________________ If it is radical to have respect for all life,
if it is radical to try to live life without causing pain and suffering to other living beings,
if it is radical to try to live harmlessly and in peace with all creatures,
then I am, most definitely and without doubt, a "radical". |
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| sloth |
Posted: 2007-07-23 15:24 |
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Joined: 20 Oct 2006
Location: 127.0.0.1
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omg...  |
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| xmariusx |
Posted: 2007-07-23 21:11 |
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Joined: 22 Oct 2006
Location: mordor X - krustenbezirk
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kann sich jemensch an beverly hills cop erinnern und die aktion mit den bananen?  |
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| primat |
Posted: 2007-08-02 12:14 |
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Joined: 07 Jul 2006
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hier noch mehr dazu
Quote: Klimaschützer lassen Luft aus Autoreifen
Platte Autoreifen, daneben Flugblätter zum Klimawandel und fast hundert Strafanzeigen in sieben Monaten: Die Berliner Polizei ist mit einem neuen Phänomen konfrontiert. Seit Wochen lassen immer wieder Unbekannte Luft aus den Reifen zumeist hochmotorisierter Autos. Die Täter sind im ganzen Bundesgebiet aktiv.
Meist sind es größere Autos, bei denen die Luft aus den Reifen gelassen wird
Click here to find out more!
In der Nacht zu Donnerstag haben erneut Unbekannte mehrere Anschläge auf Fahrzeuge in Berlin verübt. Acht Autobesitzer im Bezirk Steglitz-Zehlendorf mussten am Morgen feststellen, dass ihnen die Luft aus den Reifen abgelassen worden war. Damit erhöht sich die Zahl der Attacken in der Hauptstadt auf 87 innerhalb von zwei Wochen. Die Berliner Polizei ist mit einem neuen Phänomen konfrontiert. „Wir kannten solche Fälle bisher nicht“, sagte Polizeisprecher Bernhard Schodrowski. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur.
Bei den Unbekannten handelt es sich nach ersten Erkenntnissen der Kripo offenbar um Umweltaktivisten. Wie schon in den anderen Fällen der vergangenen zwei Wochen fanden die Besitzer der Fahrzeuge nicht nur platte Reifen vor, sondern auch Handzettel, in denen die Täter auf den Klimawandel hinweisen. Wegen des offenkundigen politischen Hintergrundes der Taten ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz.
Obwohl es Unterschiede in der Ausübung der Taten gibt - mal werden die Reifen zerstochen, mal wird lediglich die Luft herausgelassen – gehen die Staatsschützer davon aus, dass für die gesamte, seit dem 12. Juli anhaltende Serie von Sachbeschädigungen eine Tätergruppe verantwortlich ist. „Wir gehen verschiedenen Hinweisen nach, eine heiße Spur gibt es allerdings noch nicht“, sagte ein Ermittler.
Einiges über die Szene, aus der die mittlerweile bundes- und teilweise gar europaweit agierenden Täter stammen, wissen die Staatsschützer allerdings schon. Obwohl es regionale Unterschiede gibt, scheinen sich die „Luftablasser“ auf die internationale „Carbuster“-Bewegung zu berufen. Sie entstand 1997 im Rahmen einer internationalen Konferenz zum Thema autofreie Städte. „Auf der ganzen Welt schließen sich Menschen zusammen, um gegen die Autokultur, gegen die Übermacht des Autos zu kämpfen“, heißt es in einer Erklärung. Carbuster sei eine „wachsende Bewegung, die sich über nationale und sprachliche Grenzen hinweg zunehmend Gehör verschafft und sich im Kampf gegen die Zerstörung der Erde vereint“.
Autofreie Bewegung mit eigener Zeitung
Im Jahr 2004 gründete sich das „World Carfree Network“. Seine Rolle sei es, „die internationale autofreie Bewegung zu vereinigen, auszubauen und aufrechtzuerhalten, sowie alle Gruppen und Individuen in ihrem Kampf gegen die Dominanz und Zerstörungswut des Autos zu motivieren, sie bekannter zu machen und zu stärken.“
Das Netzwerk gibt vierteljährlich eine eigene Zeitschrift heraus. Darin – sowie auf einer Internetseite – sind „radikale Informationen über autofreie Bewegungen, Taktiken der direkten Aktion, Industriebeobachtung, alternative Transportmöglichkeiten, Illustrationen, gefälschte Anzeigen“ zu lesen. Die sogenannte Carbusters-Zeitschrift wird nach Angaben der Verfasser in Prag produziert und von einer Gruppe „internationaler AktivistInnen“ koordiniert.
Sie produzieren die 32-seitige Zeitschrift, „welche die Autokultur unserer Gesellschaft kritisiert und positive Alternativen untersucht.“ Mehr noch: Carbusters möchte sowohl eine Informationsquelle wie auch ein Aktionsaufruf sein. Der Inhalt reiche von „konkreten Aktionsideen und den neuesten wissenschaftlichen Entwicklungen über Artikel zu Ökostädten und Autofahren als Droge bis hin zu globalen Kurzmeldungen und Cartoons zur Auto- und Ölindustrie.“ Neben der Zeitschrift gebe das Netzwerk einen monatlichen E-Mail-Rundbrief heraus, betreibe das World Carfree Network Ressourcenzentrum sowie ein Kontaktverzeichnis von autofreien Gruppen in der ganzen Welt. Für Deutschland finden sich dort 21 Gruppen, neun sind für Berlin eingetragen.
Fahrzeuge mit Dreck beschmiert
Eine starke Bewegung von „Luftablassern“ scheint sich in Frankreich und Belgien etabliert zu haben. Die Gruppen heißen beispielsweise „les falgadas“ in Belgien („falgada“ bedeutet „schlapp sein“) oder „les dégonflés“ in Paris („dégonfler“ bedeutet „abschwellen“ oder auch „die Luft ablassen“). Diese Gruppen beschmieren manchmal die Fahrzeuge mit „etwas ländlichem Dreck“, wie es auf einer Internetseite heißt. Und sie lassen die Luft aus den Reifen ab, indem sie das Ventil manipulieren.
quelle: welt.de |
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| sloth |
Posted: 2007-08-02 12:20 |
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Joined: 20 Oct 2006
Location: 127.0.0.1
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| Die Idee von Carbusters an sich find ich zwar ganz gut, die Aktionen kommen mir aber doch ziemlich hirnrissig vor.. so nach dem Motto "Heast, komm, mach ma was!" |
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| xmariusx |
Posted: 2007-08-02 12:27 |
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Joined: 22 Oct 2006
Location: mordor X - krustenbezirk
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XFlorianX wrote: Die Idee von Carbusters an sich find ich zwar ganz gut, die Aktionen kommen mir aber doch ziemlich hirnrissig vor.. so nach dem Motto "Heast, komm, mach ma was!" und dann ham ma was gmacht, boah wir sind dann soooo kuhl und sowas von revolutionär
als würde das verhindernen, dass menschen mit komplexen sich einen dicken schlitten zulegeb |
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| sloth |
Posted: 2007-08-02 15:18 |
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Joined: 20 Oct 2006
Location: 127.0.0.1
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Naja, SUVs sind ja doch eher Familienautos und "Leute mit Komplexen" tendieren doch eher zu was Sportlicherem, oder?
Wie auch immer, es ändert nichts am Denken der Leute, macht diese eher wütend. Es verhindert vielleicht für ein paar Stunden, dass ein paar Autos irgendwohin fahren können. Na toll.
Man stelle sich vor, jemand wohnt in einer Vorstadt, wo's keine gute Öffi-Anbindung gibt. Eine schwangere Frau wohnt im Haushalt, die Fruchtblase platzt. Man springt ins Auto, startet an und kann nicht ins Krankenhaus fahren, weil die Reifen platt sind.
Echt super
Die Personen denken sich dann sicher: "Na sowas.. hmm, das ist jetzt aber blöd, aber naja, eigentlich sollten wir zuhause bleiben oder mit Öffis fahren. Hier gibts aber leider keine so tolle Infrastruktur. Egal, ich lauf mal schnell zum Bürgermeister und sag ihm, dass die jetzt verdammt nochmal hier ausbauen sollen, damit ich nicht mehr autofahren brauch..." und so weiter. |
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| ilovemylife |
Posted: 2007-08-02 16:02 |
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Joined: 05 Oct 2006
Location: Wien
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Mal ganz abgesehen davon das die Herstellung von Autoreifen auch nicht das umweltfreundlichste ist und sich die Leute die SUVs fahren dann sicher einfach neue Reifen hohlen. Und die alten müssen ja auch irgendwohin...  |
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| sloth |
Posted: 2007-08-02 16:09 |
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Joined: 20 Oct 2006
Location: 127.0.0.1
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| Ne du, die müssen ja nur aufgeklärt werden. Die kaufen sich, nachdem sie ihre kaputten Reifen und den Flyer gesehen haben, bestimmt kein neues Auto mehr sondern gehen alle Wege zu Fuß oder fahren mit dem Fahrrad =) |
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| yetzt |
Posted: 2007-08-03 04:59 |
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Joined: 08 Jul 2006
Location: Leipzig * DDR
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| ilovemylife |
Posted: 2007-08-03 08:17 |
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Joined: 05 Oct 2006
Location: Wien
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Stimmt, es wurden bei so Aktionen ja noch nie Reifen zerstochen. Wie konnt ich das nur vergessen, Mister Herrschaftskritik.... (Wobei ich mich auch frag welchen Teil von [...]"Die Aktivisten durchstechen die Reifen in der Regel nicht"[...] DU nicht verstehst... -.- ) |
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| sloth |
Posted: 2007-08-03 11:04 |
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Joined: 20 Oct 2006
Location: 127.0.0.1
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vegli wrote: hier noch mehr dazu
Quote: [...]
Obwohl es Unterschiede in der Ausübung der Taten gibt - mal werden die Reifen zerstochen, mal wird lediglich die Luft herausgelassen – gehen die Staatsschützer davon aus, dass für die gesamte, seit dem 12. Juli anhaltende Serie von Sachbeschädigungen eine Tätergruppe verantwortlich ist. [...]
quelle: welt.de
=) |
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| primat |
Posted: 2007-09-29 23:00 |
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Joined: 07 Jul 2006
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Quote: Klimaschützer_innen lassen Luft aus verbrauchsintensiven Autos. Vor einigen Wochen hat es angefangen, mittlerweile wurden über 160 verbrauchsintensive Autos dem Klimaschutz zu Liebe stillgelegt.
Grund genug für die Bullen hart durchzugreifen: In der Nacht vom 25. auf den 26. September nahmen sie drei Tatverdächtige fest und führten anschließend Hausdurchsuchungen durch.
Was bisher geschah...eine kleine Presseschau
Die friedfertige aber durchaus auch militante Aktionsform ist bereits in etlichen anderen Ländern verbreitet und sorgt in Deutschland zunehmend für Aufregung bei der Polizei und in den Medien.
Wie nicht anders zu erwarten, waren die Vorfälle für die Boulevardpresse ein gefundenes Fressen: „Der Reifen-Terror von Zehlendorf“ schrieb der Berliner Kurier reißerisch. „Öko-Irrer“ oder, „Autohasser“, hetzten die Boulevardmedien in ihrem dümmlichen Einfaltsreichtum gegen die Umweltaktivist_innen.
Während die Berliner Polizei zeitweise mehrmals täglich über ihren Polizeiticker die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand der stillgelegten Kraftfahrzeuge informierte, entsponn sich ein überaus kontroverser Diskurs.
In ihrer Kritik an „Monsterwagen“ finden die Umweltaktivist_innen durchaus Zuspruch. So lehnte der fachpolitische Sprecher der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus für Klimaschutz zwar die Aktionsform der Klimaschützer_innen ab, äußerte sich aber positiv über das eigentliche Anliegen der Luftablasser_innen: "Natürlich muss es verboten bleiben, einfach die Luft aus den Reifen zu lassen, aber ich rege mich mehr über die Käufer dieser so genannten Sport-Utility-Vehicles auf als über die, die ihnen die Luft rauslassen."
Deutlich weiter geht die TAZ: "Abgesehen von Landwirten und Förstern sei niemand in Deutschland auf ein solches Auto angewiesen. Alle anderen Geländewagenfahrer sind einfach asozial. Sie sollten gesellschaftlich genauso behandelt werden wie Leute, die Giftmüll in den Wald werfen." (1)
Der Verkehrsexperte von Greenpeace, Günther Hubman, distanzierte sich auf „Klima-Aktiv“ von der Aktionsform, da schließlich die Automobilindustrie die Hauptverantwortung für die Verbreitung der Spritfresser trage:
„Die Luft aus Autoreifen zu lassen ist kein Weg für Greenpeace, wir gehen eher die Autoindustrie an, die diese Fahrzeuge baut, und die Politik, die das Verschwenden von Energie und Ressourcen nicht durch entsprechende Rahmenbedingungen einschränkt.“(2)
Doch kann dies die einzelnen Bürger_innen von ihrer Verantwortung beim Autokauf entbinden? Denn letztendlich ist der Kauf eines „Monsterwagens“ eine bewusste Entscheidung gegen den Umweltschutz und für die Auslebung eines egoistischen Geltungsdranges.
Auch gaben die Vorfälle nicht nur Anlass zur herkömmlichen Berichterstattung: So bot sich Ulf Poschardt, dem selbsternannten Vertreter des „liberalen deutschen Bürgertums“ und Chefredakteur der Vanity Fair, die Möglichkeit, seine persönlichen Erlebnisse öffentlich im Editorial zu verarbeiten, anstatt diese heimlich seinem Tagebuch anzuvertrauen.
Denn eines Morgens war seine Welt nicht mehr in Ordnung: sein (Test-)Wagen, ein AlphaRomeo Spider (den es, so bemüht er sich zu entschuldigen, schließlich auch als Dieselversion gebe) stand fahruntüchtig vor seiner Haustür. Und wer trägt Schuld an der Tragödie? Die „Autohasser“ befallen von der „Gleichheitskrankheit“, welche „die richtig gesetzten Vogelhäuser, die naturnahen Gärten, Armadas von Fahrrädern, die Biotonnen [!]“ in ihrer „verbitterten Ignoranz“ übersahen.
Wann wird das „liberale deutsche Bürgertum“ begreifen, dass ihre heile Welt der singenden Vögelchen, der sonntäglichen Fahrradausflüge und Cocktailparties im eigenen Naturidyll es nicht vor der Zerstörung der wirklichen Welt durch seine Monsterwagen retten wird?
Nicht solange es schwachsinnigerweise einen 13 Liter schluckenden AlphaRomeo Spider fährt.
Zu den Festnahmen und Hausdurchsuchungen
Dienstag Nacht, 25.9., ca. 2h:
Aufgescheucht durch die Hetze der Presse, alarmierte eine „verantwortungsbewusste“ Aktivbürgerin, welche Luft aus einem Mercedes zischen hörte, umgehend die Polizei. Mehrere Zivilpolizisten wurden losgeschickt. Ungefähr eine Dreiviertelstunde später wurden die drei Tatverdächtigen gestellt und kurz darauf unter dem Blitzlichtgewitter der BZ und gehässigen Sprüchen seitens der Polizei in Handschellen abgeführt. (Es stellt sich die Frage, wie es zu dem merkwürdig schnellen Presseeinsatz kam...)
Nach Angaben der Anwälte befanden sich die Inhaftierten mind. 15 Stunden in Gewahrsam, zwei von ihnen in Einzelhaft. Die Zellen waren so schmal geschnitten/eng begrenzt, dass es ihnen nicht einmal möglich war, ihre Arme auszustrecken. Eine weitere massive Einschüchterungstaktik bestand darin, den dritten Inhaftierten in eine Zelle mit einem rechtsradikalen Straftäter zu sperren. Während die Tatverdächtigen sich im Ungewissen über die weitere Vorgehensweise der Polizei befanden, wurden ihre Wohnungen durchsucht. Auch nach Angaben ihrer Anwälte eine völlig überzogene Maßnahme. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass über die Rechtslage noch diskutiert, den Tatverdächtigen aber Sachbeschädigung vorgeworfen wird. So können mittlerweile selbst auf der Basis einer äußerst unklaren Rechtslage Hausdurchsuchungen legitimiert werden.
Eingeschossen hatte sich die Boulevardpresse besonders auf einen der Tatverdächtigen, dessen Privatleben offenbar den heißbegehrten Anlass zur öffentlichen Diffamierung bot: „Böser Clown! Einer der Täter arbeitet im Kinderzirkus“, (Berliner Kurier,(3)).
„Dennoch würde man den Festgenommen am liebsten applaudieren. Nicht klammheimlich, sondern offen und laut. Denn ihre Form des zivilen Ungehorsam trifft zielgenau diejenigen, die ihr egoistisches Vergnügen gedankenlos über die Interessen der Gesellschaft stellen. Aber darf man offen Sympathie äußern für Menschen, die gegen Gesetze verstoßen?“,
so der Tazkommentar.(4)
Zitatate aus folgenden Artikeln entnommen:
(1) http://www.taz.de/index.php?id=berlin-aktuell&dig=2007/07/20/a0171&id=820&cHash=e9d58ba23d
(2) http://www.klima-aktiv.com/article32_4641.html
(3) http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/berlin/189126.html
(4) http://www.taz.de/index.php?id=berlin-aktuell&art=5327&src=TE&id=820&cHash=a6f2109907
Weitere Links:
http://www.morgenpost.de/content/2007/09/27/berlin/923630.html
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/berlin/689589.html
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Vandalismus;art126,2388914
Vorsicht! Ihr Reifen ist platt.
Die Klimaerwärmung fordert weltweit Opfer. Mit einem großen Monsterwagen durch die Gegend zu fahren, muss man in diesem Kontext entweder dumm oder böse nennen. Es gibt viele Alternativen sich fortzubewegen. Wir wären Ihnen sehr verbunden, wenn Sie demnächst eine vernünftige wählen würden, Sie also die kurzfristige Stillegung Ihres Riesenautos in eine langfristige verwandeln würden.
Mit großer Hoffnung in Ihre Entscheidung,
"Weniger heiße Luft"
quelle: http://de.indymedia.org/2007/09/195540.shtml |
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| ilovemylife |
Posted: 2007-09-30 08:37 |
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Joined: 05 Oct 2006
Location: Wien
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|
| sloth |
Posted: 2007-09-30 08:55 |
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Joined: 20 Oct 2006
Location: 127.0.0.1
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Trist.. und die TAZ.. naja, eigentlich eh expected.. |
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