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< Sammelthreads° ~ Aktuelle Nazi-Übergriffe in Österreich |
| primat |
Posted: 2008-10-27 14:56 |
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Joined: 07 Jul 2006
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Quote: Organisierter Naziüberfall auf linken Kulturverein in Wien
In der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober kam es zu einem organisierten Naziüberfall auf ein antifaschistisches Fest im ersten Wiener Gemeindebezirk. Rund zehn Neonazis versuchten gegen 00:20 die Räumlichkeiten des linken Kulturvereins W23 in der Wipplingerstraße 23 zu stürmen und begannen wahllos in die Menge der anwesenden Personen zu prügeln. Nur durch das besonnene Vorgehen der Anwesenden konnte Schlimmeres verhindert werden, die Neonazis wurden innerhalb kürzester Zeit hinausgedrängt. Es gab zwei Leichtverletzte und geringen Sachschaden.
Der Angriff war offenbar generalstabsmäßig geplant, zufällig vorbei kommende Passant_innen hatten, noch bevor es zu dem Überfall kam, die Polizei gerufen, nachdem sie die Gruppe beobachtet hatten, wie sie in Zweierreihe und mit militärischem Auftreten im Laufschritt durch den ersten Bezirk in Richtung Wipplingerstraße unterwegs war. Alle Angreifer waren einheitlich gekleidet und mit Sturmhauben unkenntlich gemacht, sowie mit Handschuhen auf die folgende Attacke vorbereitet.
Von dem Vorfall schockiert zeigte sich auch der Grüne Bezirksrat Georg Prack, der zu diesem Zeitpunkt auf dem Fest zugegen war. "Die gezielte Attacke gegen das W23 stellt einen weiteren Beleg für die zunehmende Radikalisierung der extremen Rechten in Österreich dar", sieht Prack einen gesamtgesellschaftlichen Hintergrund.
Fragen muss sich auch das Landesamt für Verfassungsschutz gefallen lassen: Ohne zunächst ersichtlichen Grund waren den Großteil des Abends mehrere Beamte der Behörde im Umfeld des W23 unterwegs, auch uniformierte Einsatzkräfte besuchten das Fest - beides ein Novum in der rund zweieinhalbjährigen Geschichte des Kulturvereins. Der Verdacht, dass der Verfassungsschutz über einen bevorstehenden Angriff informiert war, liegt also nahe. Die Betreiber_innen wurden über diese Bedrohung allerdings zu keinem Zeitpunkt informiert.
Der Kulturverein W23 beherbergt seit dem Frühjahr 2006 verschiedene emanzipatorische Initiativen, darunter eine Bibliothek und ein Archiv über soziale Bewegungen, auch finden regelmäßig Vorträge und Lesungen zu einer breiten Palette von Themen statt. So gab es etwa erst am vergangenen Dienstag eine Buchpräsentation zum Thema "Frauen 1938. Verfolgte - Widerständige - MitläuferInnen". Vor kurzem fand auch ein Teil der "queer-feministischen Tage" in den Räumlichkeiten des Vereins statt, zum Bogen der Aktivitäten im W23 gehören außerdem Computer-Workshops.
Kulturverein W23 |
Last edited by primat on 2008-12-08 17:18; edited 1 time in total _________________ If it is radical to have respect for all life,
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then I am, most definitely and without doubt, a "radical". |
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| primat |
Posted: 2008-11-02 12:13 |
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Joined: 07 Jul 2006
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http://www.kjoe.at/article.php?story=20081026195135226 wrote: Hakenkreuz-Fahne und Hitlergruß: Neonazis attackierten Konzert der KJÖ!
Montag, 27. Oktober 2008, 22:05 Uhr
„Jetzt sind Konsequenzen gefordert!“
Eine Gruppe von etwa 25 Neonazis versuchte am Freitag, 24. Oktober, sich gewaltsam Zutritt zu einem Rock-Konzert der Kommunistischen Jugend Österreichs, Gruppe Braunau am Inn, im Kolpingkeller zu verschaffen. Nachdem die Rechtsextremen am Eingang vom KJÖ-Ordnerdienst aufgehalten wurden, gingen sie dazu über, durch politische Gesinnungsbezeugungen zu provozieren. Während eine Hakenkreuzfahne hochgehalten wurde, wurde mittels Sprechchören gefordert, „Adolf Hitler den Nobelpreis umzuhängen“.
Neue Dimension des Rechtsextremismus
Ausgerüstet waren die Rechten mit leeren Bierflaschen, Stiefeln mit Stahlkappen, Handschuhen und Motorradhelmen. Im Fall tätlicher Auseinandersetzungen sind damit schwere Verletzungen vorprogrammiert. Besonders erschreckend ist auch die Tatsache, dass von derart großen Ansammlungen von Neonazis in den letzten Jahren nichts bekannt ist, hier also der Rechtsextremismus eine neuartige Dimension erreicht hat. Es liegt der Schluss nahe, dass damit eine Politik, die in ihren Wahlkämpfen auf Hetze und geistige Brandstiftung setzt, eine reale Entsprechung findet.
Halbherziges Vorgehen der Beamten
Die vom Veranstalter gerufene Polizei kam nicht nur mit einigem zeitlichen Abstand, sondern agierte auch halbherzig. Die beiden anwesenden Polizisten nahmen nur die Personalien von zwei der insgesamt 25 Neonazis auf. Auf die Aufforderung des Veranstalters, einen Beamten zum Schutz des Konzerts abzustellen, wurde nicht reagiert. Ebenso lehnten die Beamten es ab, ein Platzverbot für die Rechten auszusprechen, obwohl diese offensichtlich eine Bedrohung für die Konzertbesucher darstellten. Besonders skandalös ist dabei, dass am folgenden Tag ein Beamter meinte, es werde künftig eine negative Bewertung derartiger Konzerte geben, da sich Neonazis unter den Gästen befanden. Dass diese allerdings vom Veranstalter ferngehalten wurden und es die Polizei war, die es ablehnte mittels Platzverbot die Sicherheit der Konzertbesucher zu gewährleisten, fehlte in der Darstellung der Beamten.
Die Kommunistische Jugend Österreichs fordert nun Konsequenzen seitens der Verantwortlichen:
Keine Toleranz darf es bei nationalsozialistischer Wiederbetätigung geben. Wer gerade in Braunau eine Hakenkreuz-Fahne oder den Hitler-Gruß offen zeigt, muss dafür angeklagt und verurteilt werden! Der Vorfall zeigt auch, wie wichtig das NS-Verbotsgesetz als rechtliche Handhabe gegen Neonazis ist. Demnach sind die Forderungen nach Abschaffung des Gesetzes, wie etwa durch FP-Chef Strache bei einer Fernseh-Diskussion am 16. September, aufs Schärfste zurückzuweisen. Zudem ist die Polizei gefordert, Angriffe gegen Konzertveranstaltung konsequent zu unterbinden um so die Sicherheit der Konzertbesucher zu gewährleisten. Es darf nicht dazu kommen, dass Neonazis darüber entscheiden können, welche Kulturveranstaltungen stattfinden und welche nicht.
An die Verantwortlichen der Stadtgemeinde wird appelliert, die begrüßenswerten antifaschistischen Akzente, die in der Vergangenheit gesetzt wurden, verstärkt fortzusetzen.
http://aua.blogsport.de wrote: Der dritte Neonazi-Angriff aus linke Veranstaltungen binnen einer Woche in Österreich wühlt sowohl Antifaschist_innen als auch die Medien auf…
Es hat sie schon verschreckt, die Burschen, dass die Proteste gegen ihren wöchentlichen “Coleurbummel” auch im Wintersemester weiter gehen. Nicht wie seit Jahr und Tag üblich Schlag Zwölf, sondern zwei Stunden früher tummelten sich deutsch-völkische Verbindungsstudenten vor dem Hauptportal der Uni Wien. Kaum war der Spuk vorbei, trafen sich rund 100 Personen zu einer Kundgebung, die in eine Spontandemo zum nahe gelegenen Parlament mündete, um auch dort den Unmut über die Kontinuitäten des Deutschnationalismus auf der Universität und im Nationalrat auszudrücken.
Bei der anschließenden friedlichen Kundgebung auf der Rampe des Parlaments kam es zu einem gewalttätigen Übergriff durch etwa zehn Personen, welche zuvor der Demonstration vermummt gefolgt waren. Unter den Angreifern befanden sich mehrere Mitglieder deutschnationaler Studentenverbindungen, darunter mindestens zwei Mitglieder der rechtsextremen Burschenschaft Olympia, die noch wenige Stunden zuvor auf der Unirampe offensiv Propaganda unter Student_innen betrieben hatte. Verletzt wurde seitens der Antifaschist_innen glücklicherweise niemand.
Einer der Provokateure bei der Parlamentsrampe, der Olympe Sebastian Ploner, wurde in einer parlamentarischen Anfrage vom 14. 3. 2008 von Martin Graf als “parlamentarischer Mitarbeiter” bezeichnet. Ploner - auch im Ring Freiheitlicher Jugend aktiv - ist zudem schon als Mitorganisator des völkischen “Sturmadler”-Jungvolklagers und als regelmäßiger Kunde des neonazistischen Aufruhr-Versands zu medialer Halbberühmtheit gelangt (profil berichtete).
Das selbstsichere und gewaltbereite Auftreten der Rechtsextremen und die Salonfähigkeit einschlägigen Gedankenguts bis ins “Hohe Haus”, die durch die Wahl des Olympen und FPÖ’ler Martin Grafs zum Dritten Nationalsratspräsidenten erneut befördert wurde, lässt sich vom Aufflammen rechtsextremer Gewalttaten in den letzten Tagen kaum mehr trennen. Am Freitag letzter Woche hatten ca. 25 Neonazis bei einer antifaschistischen Konzertveranstaltung in Braunau mit Nazi-Parolen und dem Hissen einer Hakenkreuzflagge provoziert; tags darauf wurde in Wien eine Veranstaltung des linken Kulturvereins W23 von Neonazis gestürmt. Der Übergriff auf antifaschistische DemonstrantInnen reiht sich in diese Serie rechtsextremer Gewalttaten nahtlos ein.
Der Rechtsruck der letzten Wahlen wird somit nun auf der Straße nachvollzogen: Im Wissen, sich auf einen breiten rassistischen und autoritären gesellschaftlichen Konsens stützen zu können, legen rechtsextreme Gewalttäter_innen jede Hemmung ab. Wie FPÖ und BZÖ den verlängerten Arm des Stammtisches im Parlament darstellen, exekutieren gewalttätige Neonazis dessen Willen auf der Straße.
Das breite mediale Echo bestärkt uns, weiterhin unseren Unmut gegen menschenfeindliche Ungleichwertigkeitsideologien in Wort und Tat kundzutun - Für eine starke Linke - Alerta! |
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| Akka v. Kebnekajse |
Posted: 2008-11-04 06:22 |
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Joined: 11 Aug 2007
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Quote: Organisierter Naziüberfall auf linken Kulturverein in Wien PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Kulturverein W23
Dienstag, 28 Oktober 2008
In der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober kam es zu einem organisierten Naziüberfall auf ein antifaschistisches Fest im ersten Wiener Gemeindebezirk.
Rund zehn Neonazis versuchten gegen 00:20 die Räumlichkeiten des linken Kulturvereins W23 in der Wipplingerstraße 23 zu stürmen und begannen wahllos in die Menge der anwesenden Personen zu prügeln. Nur durch das besonnene Vorgehen der Anwesenden konnte Schlimmeres verhindert werden, die Neonazis wurden innerhalb kürzester Zeit hinausgedrängt. Es gab zwei Leichtverletzte und geringen Sachschaden.
Der Angriff war offenbar gut geplant. Zufällig vorbei kommende PassantInnen hatten, noch bevor es zu dem Überfall kam, die Polizei gerufen, nachdem sie die Gruppe beobachtet hatten, wie sie in Zweierreihe und mit militärischem Auftreten im Laufschritt durch den ersten Bezirk in Richtung Wipplingerstraße unterwegs war. Alle Angreifer waren einheitlich gekleidet und mit Sturmhauben unkenntlich gemacht, sowie mit Handschuhen auf die folgende Attacke vorbereitet.
Fragen muss sich auch das Landesamt für Verfassungsschutz gefallen lassen: Ohne zunächst ersichtlichen Grund waren den Großteil des Abends mehrere Beamte der Behörde im Umfeld des W23 unterwegs, auch uniformierte Einsatzkräfte besuchten das Fest. Für die W23-BetreiberInnen liegt der Verdacht nahe, „dass der Verfassungsschutz über einen bevorstehenden Angriff informiert war.“
http://www.sozialismus.net//content/view/977/1/ |
_________________ "The animals of the world exist
for their own reasons. They were
not made for humans any more
than black people were made for
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- Alice Walker
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| Akka v. Kebnekajse |
Posted: 2008-11-07 14:08 |
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| Akka v. Kebnekajse |
Posted: 2008-11-08 06:57 |
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Joined: 11 Aug 2007
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Quote: Rechtsextreme bei "Reichspogromnacht"-Gedenken in Wels
Article
Date
8.11.2008., 0:39
Name
Infoladen Wels
Email
info@infoladen-wels.at
Presseaussendung Kulturverein Infoladen Wels, 07. November 2008
————————————————————————————————
Rechtsextreme bei Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer der „Reichspogromnacht“.
Wie in jedem Jahr fand am gestrigen Donnerstag in Wels eine Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer der antisemitischen Pogromnacht der Nationalsozialisten am 09. November 1938 statt. Aber nicht nur rund 300 AntifaschistInnen trafen sich diesmal im Pollheimerpark. Auch ca. 15 Anhänger der rechten Szene, unter ihnen der Welser Rechtsextremist Ludwig Reinthaler, marschierten auf, offenbar um zu provozieren und Präsenz zu zeigen. Erst am Mittwoch wurden am Welser Landesgericht fünf Aktivisten des „Bundes freier Jugend“ bzw. der Mutterpartei „Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik“ (nicht rechtskräftig) vom Vorwurf der NS-Wiederbetätigung freigesprochen. Der Verfassungsrechtler DDr. Heinz Mayer kam hingegen bereits 2005 in einem Gutachten zum Schluss, dass „die von der AFP zu verantwortenden Publikationen seit Jahrzehnten massiv gegen die Bestimmungen des Verbotsgesetzes verstoßen. Offenkundige und verbrämte Verherrlichung nationalsozialistischer Ideen und Maßnahmen, zynische Leugnung von nationalsozialistischen Gewaltmaßnahmen, eine hetzerische Sprache mit deutlich aggressivem Ton gegen Ausländer, Juden und ‚Volksfremde’ sowie eine Darstellung ‚des Deutschen’ als Opfer sind typische und stets wiederkehrende Signale. Von besonderer Aggressivität sind die Beiträge im JUGEND ECHO“, somit einer Zeitung, die laut Mayer vom BFJ gestaltet wurde und die ebenfalls der AFP zuzurechnen ist.
„Bereits einen Tag nach diesem fatalen Fehlurteil zeigt sich, dass dieses Urteil für Rechtsextreme ein Wink war, dass sie nun offen und ungestraft ihre Ideologie ausleben können“, meint Martina Mayer, die Sprecherin des antifaschistischen Kulturvereins Infoladen Wels.
Erst kürzlich zeigte Reinthaler in Form einer über seinen E-Mail-Verteiler ausgesendeten Nachricht wieder einmal ganz eindeutig seine einschlägige Gesinnung: In Erweiterung eines „Gedichtes“ des „Kronen Zeitung“-Redakteurs „Wolf Martin“ zum Thema „Bankenkrise“ schrieb Reinthaler folgende Zeilen: „Wer sind’s die Herr Martin meint? Wird ihnen seit Jahren nachgeweint? Haben sie vor 80/90 Jahren, den Karren ebenso verfahren? Es könnte sein, wenn man sie beim Namen nennt, ein jeder von ihnen (wieder) um sein Leben rennt!“
Wer die Geschichte Österreichs kennt, weiß, wen Reinthaler meint. „Rechtsextremes Gedankengut wird mehr und mehr wieder salonfähig. Während in Linz ebenfalls am Mittwoch einige Neonazis u. a. aufgrund des Zeigens des ‚Hitlergrusses’ zu bedingten Haftstrafen verurteilt wurden, wurden in Wels Rechtsextremisten freigesprochen, denen die Staatsanwaltschaft den Aufbau einer Organisation nach nationalsozialistischem Vorbild vorwirft“, so Mayer. Seit dem Wahlerfolg der Rechtsaußen-Parteien, mit dem sogar das Ergebnis der FPÖ im Jahr 1999 übertroffen wurde, fühlen sich die Ewiggestrigen offenbar wieder im Aufwind: In den letzten Wochen gab es einerseits Überfälle von Neonazis auf politische Gegner, andererseits völlig ungenierte Zurschaustellungen von nationalsozialistischer Ideologie. Auch im Parlament ist mit Martin Graf als 3. Nationalratspräsidenten nun ein Mitglied einer - laut Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes - rechtsextremen Burschenschaft in einer der höchsten Positionen der Republik.
* Antifa |
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| Akka v. Kebnekajse |
Posted: 2008-11-13 18:41 |
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Joined: 11 Aug 2007
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Quote: Offenbar rechtsextrem motivierte Morddrohungen gegen Politiker
Gegen den Welser Bürgermeister und Menschenrechtssprecher der Grünen Oberösterreich - Ermittler vermuten Zusammenhang mit Welser BfJ-Prozess
Linz, Wels - Gegen den Menschenrechtssprecher der oberösterreichischen Grünen, Gunther Trübswasser, gegen den Sprecher des "Netzwerkes gegen Rechtsextremismus", Robert Eiter, sowie eine weitere Person sind auf einer einschlägigen Website Todesdrohungen aufgetaucht. Vermutet wird ein Zusammenhang mit dem vergangenen Woche zu Ende gegangenen Welser BfJ-Prozess. Auch der Welser Bürgermeister Peter Koits habe Drohungen per Post und E-Mail erhalten, bestätigte Sicherheitsdirektor Alois Lißl der APA am Donnerstag entsprechende Medienberichte.
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Die Homepage liege auf einem amerikanischen Server, erklärte Lißl. In den Postings habe es zu den drei Personen geheißen: "Es gibt nur noch eine Lösung", daneben sei eine Spritze abgebildet gewesen. Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung ermittle bereits. Koits sei per E-Mail und per Post bedroht worden, wobei der Welser Bürgermeister einem Brief "besondere Bedeutung zumisst", so Lißl.
Hintergrund könnte laut Lißl ein Wiederbetätigungsprozess sein, der vergangene Woche mit einem Freispruch endete. Den fünf Angeklagten war vorgeworfen worden, Mitglieder des vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) als rechtsextrem eingestuften Bundes freier Jugend (BfJ) zu sein und diesen als "direkte Neuschöpfung der Hitlerjugend" aufgebaut zu haben. Die Geschworenen sprachen die fünf frei, der Staatsanwalt legte Nichtigkeitsbeschwerde ein. Trübswasser und Eiter hatten auf das Urteil empört reagiert. (APA) |
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| Akka v. Kebnekajse |
Posted: 2009-05-11 21:19 |
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Joined: 11 Aug 2007
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http://derstandard.at/?url=/?id=1241622414594
Quote: Vier Verhaftungen nach Neonazi-Überfall
11. Mai 2009, 20:47
Jugendliche wollten "provozieren" - Bei Störaktion der Gedenkfeier im KZ Ebensee wurden Besucher von Vermummten verbal bedroht und von Plastikkugeln getroffen - Fekter kritisiert "gegenseitige Provokationen"
Linz - Die Provokation von Neonazis bei der Gedenkfeier zur Befreiung des KZ Ebensee am Samstag war offenbar schlimmer als angenommen. Laut Oberösterreichs Sicherheitsdirektor Alois Lißl hätten Zeugen von Schüssen berichtet. Zwei Besucher aus Frankreich sollen durch Plastikkugeln verletzt worden sein, sind aber, tief geschockt, bereits abgereist. In der ZiB berichtete Lißl am Montag, vier Jugendliche seien zu den Vorfällen verhört worden und hätten gestanden. Sie wollten die Besucher "provozieren". Es handle sich um Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren.
Die Vernehmungen dauerten aber Montagabend noch an. Das Motiv für ihre Taten war noch unklar. Die vier wurden nach einem Hinweis eines Anrainers ausgeforscht. Dieser hatte einen der Burschen gesehen, wie er unmaskiert aus dem Stollensystem gekommen war und ihn erkannt. Er teilte das der Polizei mit. Diese hat ihn gegen 16.00 Uhr festgenommen. Gegen 19.00 Uhr wurden die drei anderen Burschen bei einem gleichzeitigen Zugriff gefasst.
Schießübungen
Alle vier stammen aus der Region. Sie seien bisher nicht einschlägig aufgefallen, berichtete Lißl. Das Quartett hatte vor dem nunmehrigen Zwischenfall mit CO2-Waffen und Softguns Schießübungen durchgeführt. Am Vorabend der Gedenkveranstaltung hätten sie sich dazu verabredet, eine Störaktion durchzuführen, haben sie in den Vernehmungen gestanden.
Den Tätern der Störaktion drohen bis zu zehn Jahre Haft. "'Heil Hitler' und 'Sieg Heil' zu rufen ist eindeutig nationalsozialistische Wiederbetätigung", sagte Strafrechtsexperte Helmut Fuchs von der Uni Wien zur Störaktion, wonach vier Männer in Sturmhauben und uniformähnlicher Kleidung das einer italienischen Gruppe zugerufen haben sollen.
Wiederbetätigung
Innenministerin Maria Fekter hat am Rande einer Pressekonferenz zu einem anderen Thema am Montag in Linz bekannt gegeben, dass in Ebensee eine Gewehr-Attrappe sichergestellt worden sei.
Innenministerin: "Zutiefst zu verurteilen"
Die Provokation in Ebensee sei zutiefst zu verurteilen, erklärte die Innenministerin. Es handle sich dort obendrein nicht nur um ein Denkmal, sondern auch um eine letzte Ruhestätte von KZ-Opfern. Somit sei neben dem Tatbestand der Wiederbetätigung auch jener der Störung der Totenruhe gegeben.
Wie der oberösterreichische Sicherheitsdirektor Alois Lißl sagte, dürften die vier Täter in Ebensee zuerst im Besichtigungsstollen aufgetreten sein, wo sie eine Gruppe von Franzosen attackierten. Danach flüchteten sie über einen Seitenstollen in Richtung Ort. Unterwegs trafen sie auf die italienische Gruppe, der sie "Sieg Heil" und mit erhobener rechter Hand "Heil Hitler entgegenriefen. Als ihnen die Italiener entgegentraten, liefen sie in den Ort weiter. Auf dem Weg dürften sie die im Stollen verwendete Plastik-Attrappe eines Gewehrs vom Typ AK-47 (Kalaschnikow) verloren haben. Lißl wollte aus kriminaltaktischen Gründen keine weiteren Angaben dazu machen.
"Gegenseitige Provokationen"
Fekter analysierte die grundsätzliche Situation: Es seien die gegenseitigen Provokationen im Vormarsch. Dieses Phänomen sei nicht gut. Sie sage klar allen, die glauben, provokante Taten setzen zu müssen, dies werde von der Rechtsordnung nicht goutiert. Das gelte auch für gewaltbereite Provokationen. Es gebe darüber in der Gesellschaft einen breiten Konsens: Jeder Verharmlosung, Glorifizierung des Nazi-Regimes sowie Wiederbetätigung werde entschieden entgegengetreten. Entsprechende Täter müssten wissen, dass sie an die Justiz abgeführt werden.
Physische und verbale Attacken
Die Italiener waren zuerst geschockt und entrüstet. Nach wenigen Momenten gewannen sie aber ihre Fassung zurück und wollten das Quartett schnappen. Dabei wurde einem der Täter die Sturmmaske herunter gerissen, so dass nun bekannt ist, dass es sich um einen jungen Mann gehandelt habe. Die vier konnte jedoch flüchten. Die Polizei wurde alarmiert und nahm die Angaben der Italiener auf.
Tätlicher Angriff
Von Medien erfuhren die Sicherheitsbehörden in der Zwischenzeit, dass am Samstag obendrein eine französische Gruppe im Besichtigungsstollen von ähnlich beschriebenen Personen nicht nur verbal, sondern sogar tätlich angegriffen worden sein soll. Einer der Täter habe eine Schusswaffe bei sich getragen. und die Gruppe der Franzosen mit einer Plastik-Attrappe eines Gewehrs vom Typ AK-47 (Kalaschnikow) attackiert haben. Von ihm existiert sogar ein mit einem Mobiltelefon gemachtes Foto. Zwei der Franzosen sollen von Geschoßen, vermutlich Plastikkugeln getroffen und verletzt worden sein. Die Gruppe dürfte aber von dem Vorfall derart betroffen gewesen sein, dass sie sofort abreiste. Deshalb liegen auch von ihr keine Anzeigen oder nähere Angaben zu dem Vorfall vor.
Fekter analysierte die grundsätzliche Situation: Es seien die gegenseitigen Provokationen im Vormarsch. Dieses Phänomen sei nicht gut. Sie sage klar allen, die glauben, provokante Taten setzen zu müssen, dies werde von der Rechtsordnung nicht goutiert. Das gelte auch für gewaltbereite Provokationen. Es gebe darüber in der Gesellschaft einen breiten Konsens: Jeder Verharmlosung, Glorifizierung des Nazi-Regimes sowie Wiederbetätigung werde entschieden entgegengetreten. Entsprechende Täter müssten wissen, dass sie an die Justiz abgeführt werden.
Bürgermeister entschuldigt sich
Der Bürgermeister von Ebensee kündigte in einer Presseaussendung am Montag an: "Neonazis werden unserer Gemeinde keinen Fuß auf den Boden bekommen". Er stehe in Kontakt mit der Exekutive, die Ermittlungen würden auf Hochtouren laufen. Er rief die Bevölkerung auf, einschlägige Beobachtungen und Informationen anonym der Polizeidienststelle zu melden.
Loidl berichtete, er habe sich bei den betroffenen Veranstaltungsteilnehmern offiziell im Namen der Bevölkerung entschuldigt. Ebensee habe sich mit seiner Vergangenheit vorbildlich auseinandergesetzt. Mit dem Zeitgeschichte- Museum Ebensee und der mittlerweile 20 Jahre bestehenden Städtepartnerschaft Prato-Ebensee verfüge man über zwei europaweit anerkannte Geschichts-, Erinnerungs- und Friedensprojekte. Hätte sich Ebensee nicht so eindeutig engagiert, wäre es für die Rechten wahrscheinlich uninteressant.
Prammer: "Beschämend"
Am Montag äußerte sich auch Nationalratspräsidentin Prammer zu der Störaktion: "Unfassbar, niederträchtig, beschämend", hieße es in einer Aussendung. Es gehe um die "geistig-moralische Hygiene", außerdem stehe das internationale Ansehen des Landes auf dem Spiel. Sie vertraue aber auf die Behörden, dass es zu einer lückenlosen Aufklärung kommt. Der Grüne Sozialsprecher Karl Öllinger forderte in einer Aussendung eine offizielle Entschuldigung der Bundesregierung bei den betroffenen Teilnehmern aus Italien und Frankreich. Er ortet ein "unfassbares Versagen der Exekutive".
In Oberösterreich verurteilte SPÖ-Landtags-Klubobmann Karl Frais die Vorfälle in Ebensee und eine Schmieraktion vor einigen Wochen an der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen als "verabscheuenswürdige Angriffe auf die österreichische Demokratie". Die zuständige Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) sei gefordert, mit aller Härte gegen die aufkeimenden Neonazi-Gruppierungen vorzugehen. Denn ihre derzeitige Strategie sei offensichtlich als "ungenügend" zu bezeichnen. Der Landessprecher der oberösterreichischen Grünen, Rudi Anschober und Menschenrechtssprecher Gunther Trübswasser drückten ebenfalls ihr Entsetzen und ihre Empörung aus und verlangten Gegenmaßnahmen.
"Schaden für internationalen Ruf Österreichs"
Auch Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) Hat die Störaktion bei der Gedenkfeier zur Befreiung des KZ Ebensee am vergangenen Samstag verurteilt. Am Rande des Treffens des UNO-Sicherheitsrates in New York zum Thema Naher Osten zeigte sich Spindelegger erschüttert: "Solche Provokationen sind unerträglich und nicht zu tolerieren. Ich verurteile das aufs Schärfste", sagte der Außenminister in einer Aussendung.
"Solche Vorkommnisse schaden dem internationalen Ruf Österreichs und werfen einen Schatten auf die Tourismusdestination Österreich. Wir dürfen nicht zulassen, dass unser Selbstverständnis als offenes und gastfreundliches Land durch haarsträubende Diskriminierung von Mitbürgern bewusst untergraben wird", stellte Spindelegger fest. (APA) |
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| Akka v. Kebnekajse |
Posted: 2009-05-18 11:12 |
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Steirischer Landespolitiker im Fadenkreuz von Nazis!
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