Basisgruppe TierrechteTierrechtsgruppe-DresdenTierrechts-Bewegung-NordProtest-AttackAspekt:AntispeAntispe TuebingenAL-HallmarksOffensive gegen die Pelzindustrie
VeganGeeksTierrechtstermineFLisa-KochblogAnarchismus.atAnarchismus.deABC-Berlinsyntax666.deVeganguide.org4pawsnet.deAlbinoAnarchia DresdenVegane Antifa Süd |
 
[_Forum-Information_] - [_Bildersammlung_] - [_Antispegruppen_Map_]
[_UL-Distanzierung_] - [_Gegen_Holocaust-Gleichsetzung!_]
[_Forum-Flyer_] - [_Forum verlinken?_]

Vegane Linke Forum Index
Author Message

<  Cyber-Aktivismus / Telefon-Aktivismus°  ~  Wenn Tiere zu Trophäen werden/ PETITION als link

Akka v. Kebnekajse
Posted: 2008-02-05 17:16 Reply with quote
Joined: 11 Aug 2007
Quote:

Wenn die Tiere zu Trophäen werden
Namibia ist für viele Besucher ein fantastisches Reiseland. Hobby-Jäger aber schwärmen aus einem besonderen Grund: Das Land erlaubt Touristen nämlich sogar die Jagd. Und so reisen vor allem deutsche Schützen in die frühere Kolonie. Weidmanns Heil.
zurück
weiter
Bild 1 von 19
infor_sql
Foto: Okapia
Nambischer Jäger mit Elefanten-Trophäe.
Click here to find out more!
Die riesigen Hörner der Säbelantilope tauchen plötzlich aus dem dichten namibischen Busch auf. Der Mann mit dem Gewehr zielt, das Tier sinkt zu Boden, ein einziger Schuss hat es getötet. Nach altem Brauch rupft der Jagdführer einen kleinen Zweig aus dem Gebüsch, tunkt ihn in das Blut des toten Tieres und gibt ihn dem deutschen Touristen. „Weidmanns Heil!“, sagt der Jagdführer, „Weidmanns Dank!“, antwortet Dieter Weiler und steckt den Zweig an seinen Hut. „Ich komme gerne nach Namibia zum Jagen, weil hier die Ethik der Jagd hochgehalten wird und ich auch Deutsch sprechende Berufsjäger buchen kann“, sagt der Hobby-Jäger und Unternehmer aus der Nähe von Berlin.
Weiterführende links

* Letzter weißer Hirsch Englands geschossen
* Bilderstrecke: Rote und weiße Hirsche
* Mit Giftpfeilen auf Beutejagd in der Kalahari
* Unterwegs in einem Zipfelchen vom Garten Eden

In vielen anderen Ländern ist es undenkbar, Tiere nur zum Vergnügen zu töten. Namibia aber vertritt eine pragmatische Haltung: Wenn einige wenige Tiere für viel Geld sterben, kann dieses Geld für den Schutz der übrigen eingesetzt werden. Die Trophäenjagd bringt dem südafrikanischen Land jährlich zwei Milliarden Namibia-Dollar (rund 200 Millionen Euro) ein – ein wichtiger Bestandteil der namibischen Tourismusbranche.
Einige reisen mit eigenen Gewehren an
Doch die Jagd in Namibia ist streng reguliert. Die 400 Mitglieder des Jagdverbandes Napha (Namibia Professional Hunting Association, im Internet auch mit vielen Informationen auf Deutsch) sind einem strikten Kodex verpflichtet. Die meisten „Jagdkunden“, wie sie in Namibia genannt werden, kommen aus der ehemaligen Kolonialmacht Deutschland, Österreich und den USA, in jüngster Zeit nimmt die Zahl der Hobby-Jäger aus Osteuropa zu. Einige reisen mit ihren eigenen Gewehren an, andere bringen Pfeil und Bogen mit.
Dabei propagiert das deutsche Büro vom Namibia Tourism Board (NTB) den Jagdtourismus gar nicht besonders. "Das läuft quasi von allein", sagt Andrea Herma, Mitarbeiterin im Frankfurter NTB-Büro. "Das ist ganz normal, in Namibia ist die Jagd ein Teil des Tourismussektors. Man benötigt natürlich einen gültigen Waffenschein und muss bei einem regsitrierten Jagdführer buchen", so Frau Herma gegenüber WELT ONLINE. "Und das sind meist Gästefarmen, also Jagdfarmen."
Manche Farmer züchten eigens Wildtiere, um sie dann jagen zu lassen. „Viele Viehbauern kombinieren die Wildtierzucht mit der Trophäenjagd“, sagt Ben Vermeulen, der eine Farm 120 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Windhuk besitzt. „Ich selbst habe keine Jagdlizenz, aber ich erlaube den Führern mit ihren Jagdtouristen bei mir sorgfältig ausgewählte Tiere zu schießen. So verdiene ich noch extra was dazu.“
Der Farmer Peter Clausen hat sich auf seiner Okosongoro Safari Ranch 280 Kilometer nordwestlich von Windhuk ganz auf Wildtiere spezialisiert. Vor kurzem hat er für fast zwei Millionen Namibia-Dollar ein neues Gehege angelegt, in dem er sogar Giraffen halten kann. Die Tiere verkauft er auf Auktionen, von denen es nur zwei oder drei pro Jahr im ganzen Land gibt. „Von den 270 Tieren, die angeboten wurden, haben wir über 90 Prozent verkauft“, berichtet Clausen vom Erfolg seiner jüngsten Auktion. Eine Säbelantilope brachte 50.000 Namibia-Dollar, zwei junge Giraffen zusammen 9000 Dollar.
Rinder oder Wildtiere - die Farmer müssen sich entscheiden
"Es hat sich seit dem Regierungswechsel 1967 viel geändert in Namibia, seit dann gehören die Tiere auf den Grundstücken auch den Grundbesitzern Und damit wurden die Tiere ökonomisch interessant", weiß Dr. Bettina Wachter, Leiterin des Geparden-Projekts am Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin.
"Die Farmer müssen sich halt entscheiden, ob sie Rinder oder Wildtiere haben wollen. Letztere, zum Verkauf als Fleisch oder für die Jagd, zum Schießen. Es gibt 30, 40 regelrechte Hegegemeinschaften, Conservancies, um einem Farmer und seinen Jagdgästen Tiere bieten zu können", fährt die Wissenschaftlerin fort. "Etwas kontrovers sind allerdings die sogenannten Wildcamps, in den die Tiere weder rein noch raus kommen, da die Zäune so hoch und stabil sind. Hier haben die Tiere keine Chance, früher oder später findet der Jäger sie", so Dr. Wachter.
Trophäenjagd als wichtige Einnahmequelle
Sylvia van Rensburg, die mit ihrem Mann eine Touristen-Lodge betreibt, kaufte gleich drei weiße Nashörner – für 300.000 Namibia-Dollar. „Wir sind zufrieden mit dem Preis“, sagt van Rensburg. „Wir waren kürzlich bei einer Wildtierversteigerung in Südafrika, und da kostete ein Breitmaulnashorn allein 300.000 Dollar – zu teuer.“ Die neuen drei Nashörner sollen aber nicht Trophäenjägern zum Opfer fallen. „Sie werden auf unserer Lodge frei herumlaufen – für Fotosafaris“, sagt van Rensburg.
Clive Gardener ist eigens aus Südafrika nach Namibia geflogen, um hier Wildtiere zu kaufen. „Die Qualität des Wildes ist hervorragend. Und der Käufer ist geschützt: Sollte das Tier beim Transport sterben, bekommt der Käufer sein Geld mit Zinsen zurück.“ Ein spezialisiertes Unternehmen fängt die Tiere ein und liefert sie binnen zwei Monaten an die neuen Besitzer.
Schlagworte
Hobby-Jäger Wildtiere Namibia Gehege Breitmaulnashorn
Auch Gemeinden haben das Geschäft mit den ausländischen Jägern für sich entdeckt. „In vielen Fällen ist die Trophäenjagd die Haupteinkommensquelle für diese entlegenen Gemeinden“, sagt Leon Jooste, der stellvertretende Minister für Umwelt und Tourismus. 200.000 der knapp zwei Millionen Namibier profitierten davon. Und deutsche Jäger wie Dieter Weiler.
AFP/heg


http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,495852,00.html

http://www.az.com.na/polizei-und-gericht/farmer-und-polizei-jagen-wilderer.62443.php

http://www.az.com.na/umwelt/beamte-jagten-fr-den-kochtopf.21475.php

http://www.az.com.na/umwelt/bald-wildversteigerung-auf-okosongoro.20505.php

http://www.az.com.na/lokales/fangmenge-fr-robben-bekannt.20474.php
*************************************************************

PETITION

http://www.boycottnamibia.co.za/

http://www.boycottnamibia.co.za/petition.php

*************************************************************
Karotte

_________________
"The animals of the world exist
for their own reasons. They were
not made for humans any more
than black people were made for
whites or women for men."
- Alice Walker
View user's profile Send private message

Display posts from previous:  

All times are GMT + 2 Hours
Page 1 of 1
Post new topic

Jump to:  

You cannot post new topics in this forum
You cannot reply to topics in this forum
You cannot edit your posts in this forum
You cannot delete your posts in this forum
You cannot vote in polls in this forum