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<  Aktivismus-Berichte°  ~  Homedemo bei Kölner Sozialschnüffler

primat
Posted: 2007-04-28 17:56 Reply with quote
Joined: 07 Jul 2006
Quote:
Heute Morgen rutschte Herrn Galle das Herz in die Hose. An seine Wohnungstür klopfte um 7:15 Uhr energisch der „Ermittlungsdienst Erwerbsloser – Abteilung Notwehr“. Markus Galle ist Koordinator des Bedarfsermittlungsdienst der Stadt Köln. Er bespitzelt Arbeitslose im Auftrag der Arge, um ihnen das Arbeitslosengeld II zu kürzen oder ganz zu streichen. Und er macht seinen Job gut - rund 60.000 Euro „spart“ er der Arge monatlich ein.
Heute Morgen rutschte Herrn Galle das Herz in die Hose. An seine Wohnungstür klopfte um 7:15 Uhr energisch der „Ermittlungsdienst Erwerbsloser – Abteilung Notwehr“. Bedauerlicherweise hatte Herr Galle nicht genug Mut, um die Tür zu öffnen. Dieses Verhalten änderte sich erst als die Polizei eintraf und er die Personalien der 30 „Überflüssigen“ haben wollte, die draußen sein Haus belagerten.

Markus Galle ist Koordinator des Bedarfsermittlungsdienst der Stadt Köln. Er bespitzelt Arbeitslose im Auftrag der Arge, um ihnen das Arbeitslosengeld II zu kürzen oder ganz zu streichen. Und er macht seinen Job gut - rund 60.000 Euro „spart“ er der Arge monatlich ein. Wie er das macht? Sein Job basiert auf Denunziation: „Meistens ist es so, dass ein Sachbearbeiter einen Hinweis bekommt vom Vermieter, von den Nachbarn, Freunden oder Bekannten – die wahrscheinlich nicht mehr länger Freunde oder Bekannte bleiben werden.“, sagt Herr Galle. Und er lacht, als er es sagt. Dass so etwas das Klima im Wohn- und Arbeitsumfeld vergiften kann, kann er nun selbst erfahren.

Denn da Herr Galle nicht die Tür öffnete, wurde bei der Nachbarin geschellt, die gerne Auskunft gab. Nein, sie habe nicht gewusst, dass Herr Galle Erwerbslosen nachstellt und ist ebenfalls empört über sein Treiben. Die restliche Nachbarschaft wurde per Postwurfsendung und Plakaten „Vorsicht Sozialschnüffler“ über seine Spitzeltätigkeit aufgeklärt und mit einigen Details wie Arbeitsplatz, Stammkneipe, Privatfahrzeug versorgt.

„Überflüssige“ in roten Trainingsanzügen und weißen Masken besuchten anschließend auch die Arbeitsstätte des Kölner Bedarfsermittlungsdienstes in Köln-Mülheim. Herr Galle persönlich war verständlicher weise dort noch nicht anzutreffen. Die Überflüssigen fanden nur seine sieben verschreckten MitschnüfflerInnen vor, die sich schnellst möglich in ihren Büros einschlossen. Flugblätter wurden an Erwerbslose und Arge-MitarbeiterInnen verteilt, die sich oft eines Schmunzelns nicht erwehren konnten.


Schluss mit Lustig!

Markus Galle
Wohnhaft:Rathausstr. 2a, Köln Porz
Arbeitsplatz: Arge Köln Mülheim, Genovevastr. 26, Zimmer 141
Dienst=Privat PKW: Hellblauer Toyota Corolla K-HK 2146
Stammkneipe: Porzer Lobby, Hauptstr. 369, Köln Porz
Karnevalsverein: Poorzer Nubbele e.V.


mehr hier:
http://de.indymedia.org/2007/04/173987.shtml

_________________
If it is radical to have respect for all life,
if it is radical to try to live life without causing pain and suffering to other living beings,
if it is radical to try to live harmlessly and in peace with all creatures,
then I am, most definitely and without doubt, a "radical".
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